Gott in Deutschland

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    Bernd Arnold: Das Portal

    Die Schnittstelle vom Weltlichen zum Sakralen. An den West-portalen des Kölner Domes bewegen sich seit 500 Jahren Menschen an der Schwelle zwischen den Welten. Unter der Heilsgeschichte, den Aposteln, Mutter Maria, dem Heiligen Petrus und den Heiligen Drei Königen (deren Gebeine seit dem Mittelalter die Pilger aus aller Welt anziehen), spiegeln sich menschliche Schicksale auf der Suche nach Erlösung und Heil. An der Pforte verrückt und ordnet sich die eine oder andere Seele und es öffnet sich ein Blick auf eine katholische Frömmigkeit, die einen versteckten, verbergenden, fast schon inkognito gelebten Glauben zeigt.

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    Björn Göttlicher: Autobahnkirchen

    Auf der Autobahn zählen zwei Dinge: Geschwindigkeit und Vorwärtskommen. Ruhe und Besinnung sind hier selten. Doch auch das soll es geben. Autobahnkapellen laden ein zum Verweilen, wo es idealerweise keinen Stillstand gibt. So sehen es die Verantwortlichen. Aus Sicht des Fotografen finden sich an deutschen Autobahnen monumentale Gebäude, die Autos zum Meditieren einladen, Architektur-Räume, die gestresste Fahrer zur Kasse bitten oder idyllische Kapellen, die sich dann doch als Autohäuser entlarven.

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    Carsten Koall: Der Brückenbauer

    Stefan Georg Scheifele sieht auf den ersten Blick nicht so aus wie man sich einen katholischen Pfarrer vorstellt. Doch die Zeichen sind eindeutig: Kreuze auf den Schulterklappen am Kampfanzug, das Kreuz im Emblem über der deutschen Fahne am Barett, das Kreuz auf dem Ring am Finger schimmert golden. Der gelernte Landwirt aus München hat früher Taxen und Busse gelenkt. Heute ist er Seelsorger für das ganze Kontingent der Bundeswehr im Kosovo. Normalerweise dauert sein Einsatz vier Monate. Jetzt ist er seit acht Monaten hier - Personalmangel.
    Im Grundgesetz ist die Ausübung der Religionsfreiheit festgeschrieben. Deswegen müssen bei jedem Einsatz Millitärpfarrer mit ins Feld ziehen. Darum ist Stefan Georg Scheifele dabei. Er sieht sich als Brückenbauer. Innerhalb der Hierachien der Bundeswehr, zwischen den Soldaten im Einsatz und den Angehörigen daheim, zwischen den Soldaten im Einsatzland und der Zivilbevölkerung und nicht zuletzt zwischen den Menschen und Gott.

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